Sardinien Strände 2026: Wo hingehen, was zahlen, den Massen entkommen
Welche Strände sind 2026 ihren Hype wert?
Fangt mit der Cala Goloritzé an der Ostküste an. Ein Kieselstrand mit einem 40 Meter hohen Kalksteinbogen. Ihr müsst online einen Parkplatz buchen (15 Euro pro Auto, Reservierung drei Tage vorher auf der Seite der Gemeinde Baunei), dann geht ihr 45 Minuten einen felsigen Pfad bergab. Wasserschuhe sind Pflicht. Nehmt 1,5 Liter Wasser pro Person mit, es gibt weder Schatten noch eine Bar. Die Belohnung ist eine tiefblaue Bucht, die Schwimmer und Schnorchler lieben.
La Pelosa bei Stintino ist der Postkartenstrand. Weißer Sand, knietiefes Wasser auf 50 Metern. 2026 ist der Zugang auf 1.500 Personen pro Tag begrenzt. Der Eintritt kostet 3,50 Euro pro Person (online mindestens zwei Tage vorher buchen, keine Tickets vor Ort). Zwischen 9 und 18 Uhr sind Handtücher auf dem Sand verboten, um die Dünen zu schützen. Ihr müsst ein Lido-Handtuch mieten oder auf einer Matte sitzen. Kein Glas, kein Plastik. Bußgelder ab 50 Euro. Nennt den Strand nicht euer Eigen, wenn ihr auf dem eigenen Handtuch liegen wollt. Geht fürs Wasser, nicht für den Strand.
Der Strand Chia im Süden ist ein vier Kilometer langer, feiner weißer Sandstrand mit Dünen. Kostenloses Parken auf dem großen Schotterplatz kostet 5 Euro pro Tag bis 16 Uhr, danach 2 Euro. Der kostenpflichtige Lido (Spiaggia di Chia Lido) verlangt 25 Euro für zwei Liegen und einen Schirm für den ganzen Tag. An den Felsen kann es starke Strömungen geben. Haltet euch im zentralen Bereich auf, wo bis 18 Uhr Rettungsschwimmer patrouillieren.
Die Cala Mariolu an der Ostküste ist nur mit dem Boot erreichbar. Von Cala Gonone kostet das öffentliche Boot 18 Euro hin und zurück (Abfahrt 9 und 11 Uhr, Rückfahrt 16 und 17.30 Uhr). Der Strand ist zur Hälfte Kiesel, zur Hälfte feiner Fels. An den westlichen Klippen ist das Schnorcheln hervorragend. Keine Infrastruktur: nehmt alles mit.
Frei oder Eintritt zahlen?
Die meisten Strände in Sardinien sind öffentlich und der Zugang zu Sand und Wasser ist kostenlos. Ihr zahlt fürs Parken, für die Lido-Miete oder für den Eintritt in ein Schutzgebiet. Hier die Aufschlüsselung für 2026.
| Strand | Freier Sandzugang | Parkplatz (pro Tag) | Lido-Paar (Liege+Schirm) | Eintritt | Fazit |
|---|---|---|---|---|---|
| Cala Goloritzé | Ja (Kieselstrand) | 15 Euro (online reserviert) | Keine | Nein | Am besten für wilde Schönheit, harter Wanderweg |
| La Pelosa | Ja (eingeschränkt, nur auf Matte sitzen) | 5 Euro öffentlicher Parkplatz | Am Strand nicht verfügbar | 3,50 Euro pro Person | Wasser ist irre, Sandregeln sind streng |
| Chia | Ja (4 km freier Abschnitt) | 5 Euro Schotterplatz | 25 Euro | Nein | Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für Familien, langer Fußweg |
| Cala Mariolu | Ja | 18 Euro Boot ab Cala Gonone | Keine | Nein | Nur mit dem Boot, Schatten selbst mitbringen |
| Porto Giunco (Villasimius) | Ja | 3 Euro (erste Stunde) dann 1,50 Euro/Stunde | 30 Euro | Nein | Ab 10.30 Uhr überfüllt, super zum Windsurfen |
Praktische Warnung: In Porto Giunco akzeptieren die Parkscheinautomaten nur Münzen. Keine Karte. Der nächste Geldautomat ist zwei Kilometer entfernt im Stadtzentrum. Ich habe sechs Leute gesehen, die ein Ticket bekamen, weil sie nicht bezahlen konnten und das Auto stehen ließen.
Wann sind sie voll? Wie entgeht man der Schlange?
Juli und August sind die Hölle. Die schlimmsten Stunden sind zwischen 10.30 und 15 Uhr. An La Pelosa bildet sich ab 8.30 Uhr eine Schlange am kostenpflichtigen Parkplatz, und um 9.15 Uhr ist er voll. Am Wanderweg zur Cala Goloritzé wartet man ab 8 Uhr auf die erste Wanderung. Chia ist ab 11 Uhr voll, aber der freie Abschnitt ist vier Kilometer lang, also könnt ihr immer 200 Meter weitergehen und einen Platz finden.
Fahrt im Juni oder September, dann sind die Strände leer. Im Juni hat das Wasser 22 Grad, im September 24 Grad. 2026 war das Wetter schon ab Anfang Mai heiß. Ich bin an einem Dienstag im Juni an der Cala Sinzias (Südküste) geschwommen und war mit zwölf Leuten am Strand.
Wenn es unbedingt die Hauptsaison sein muss, kommt vor 8.30 Uhr oder nach 16 Uhr. Macht ein spätes Picknick, schaut den Sonnenuntergang an und geht, wenn die Mücken kommen (gegen 19.30 Uhr in Dünennähe).
Was ihr 2026 für einen Sardinien-Strandtag einpacken solltet
Wasserschuhe für jede felsige Bucht. Die Kiesel an der Cala Goloritzé und der Cala Mariolu glühen in der Sonne. Riffsichere Sonnencreme (die örtlichen Läden verkaufen die Marke Solcos für 12 Euro, die einzige, die dem Posidonia-Seegras nicht schadet). Mindestens eine Zwei-Liter-Wasserflasche. Ein Sarong oder ein dünnes Handtuch, weil es nicht überall Liegen gibt. Einen Hut. Bargeld fürs Parken und für die Bar. Kein Glas, es gibt sofort 150 Euro Bußgeld.
Für die Bootsstrände nehmt einen Trockenbeutel mit (die Boote spritzen) und eine leichte Windjacke für die Rückfahrt, wenn der Nachmittagswind aufkommt. Die Fähren ab Cala Gonone verkaufen Trockenbeutel für 8 Euro am Kiosk.
FAQ
F: Muss ich La Pelosa im Voraus buchen? A: Ja. 2026 müsst ihr mindestens 48 Stunden vorher online auf der offiziellen Seite des Parco di La Pelosa buchen. Es gibt keine Tickets vor Ort. Das Limit liegt bei 1.500 Personen pro Tag. Die Buchung kostet 1 Euro Gebühr plus die 3,50 Euro Eintritt.
F: Ist es sicher, Wertsachen am Strand zu lassen? A: Nein. An überfüllten Stränden wie Chia und La Pelosa kommt es zu Diebstählen. Benutzt eine wasserdichte Tasche, die ihr beim Schwimmen tragt. Lasst Handys nicht sichtbar in einer Tasche liegen.
F: Welcher Strand hat das beste Schnorcheln ohne Boot? A: Die Cala dei Sospiri bei Baunei. Parkt auf dem Parkplatz Santa Maria Navarrese (vor 9 Uhr kostenlos, danach 2 Euro pro Stunde). Geht 15 Minuten einen Schotterweg hinunter. Die Korallenfelsen beginnen fünf Meter vom Ufer entfernt. Bringt eine Maske mit.
F: Gibt es kostenlose Duschen? A: Sehr wenige. Die meisten Lidos verlangen 1,50 Euro für eine Zwei-Minuten-Dusche. Die öffentliche Dusche am freien Abschnitt von Chia ist die halbe Zeit kaputt. Ich spüle mich mit einer 1,5-Liter-Flasche Frischwasser ab, die ich dabei habe.
F: Kann ich über Nacht am Strand campen? A: Nein. Wildcampen ist an allen Stränden Sardiniens verboten. Die Guardia Costiera verhängt Bußgelder von 200 bis 500 Euro. Nutzt einen Campingplatz wie das Campeggio Cala Gonone (25 Euro pro Nacht für einen Van plus zwei Personen, Strom inklusive).
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Häufige Fragen
Muss ich La Pelosa im Voraus buchen?
Ist es sicher, Wertsachen am Strand zu lassen?
Welcher Strand hat das beste Schnorcheln ohne Boot?
Gibt es kostenlose Duschen?
Kann ich über Nacht am Strand campen?
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